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Dienstag bis Freitag 9.30 bis 12.30 Uhr
Mittwoch 9.30 bis 12.30 und 13.00 - 16.00 Uhr
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Wir über uns
         
     

Gegen jede Vernunft. Surrealismus Paris-Prag
Teil 2: Surrealistische Fotografie / Teil 1: Wilhelm-Hack-Museum. Gemälde, Objekte, Skulpturen, Film
14. November 2009 - 14. Februar 2010

 
kunst halle a
 
kunst büro

Langes Wochenende: Am 12. /13./ 14. Februar sind beide Ausstellungen von 10-24 Uhr geöffnet.

 
kunst studio

Achtung: Am Sonntag, den 14.2. ist die Innenstadt ab 11 Uhr wegen des Faschingsumzugs gesperrt. Mögliche Anfahrtsempfehlungen: Park+Ride "Giulini" in Mundenheim, Parkhaus Walzmühle sowie die öffentlichen Verkehrsmittel.

 
Programm
 
Bilder unserer Besucher
Jahresgaben

 

 

Man Ray
Kiki mit Maske,
1926/um 1935,
Silbergelatine
18x23,2cm
Galerie Kicken Berlin
©VG Bild-Kunst, Bonn 2009

 

 
Kataloge
  Kunst Halle allgemein:
Im ersten Obergeschoß des Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Hauses befindet sich die 500 qm große Ausstellungshalle des Kunstvereins. Das 50er Jahre Gebäude in der Innenstadt hat nach dem Umbau einen ganz besonderen Charme. Durch das Öffnen der Zwischendecke ist das gewaltige und ursprünglich verdeckte Tonnengewölbe nun sichtbar. Die übersichtlich und klar strukturierte Halle mit Oberlichtfenster stellt einen äußerst attraktiven Ausstellungsraum dar.
 
 

Dora Maar
Ohne Titel (Hand und Muschel), 1934
Silbergelatine,
18x16cm,
Centre Pompidou Paris, Musée national d'art moderne
©VG Bild-Kunst, Bonn 2009

   
         
         
     

Jindrich Štyrský
Aus der Serie Froschmann, 1934
Silbergelatine,
31,5x30cm,
Museum für Angewandte Kunst, Prag
© Nachlass Jindrich Štyrský


 
         
     

Emila Medková
Haarwasserfall, 1949
Silbergelatine,
29,3x37,8cm,
Moravská galerie Brno
©Eva Kosáková, 2009/2010

 
         
         
     

Informationen zum Gesamtprojekt, zu unseren Weihnachts- und Sonderangeboten:
www.surrealismus-ludwigshafen.de

Zur Fotografieausstellung im Kunstverein

Die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen widmet sich ausschließlich der surrealistischen Fotografie in Paris und Prag. Es werden über 180 Fotografien, überwiegend Vintage-Abzüge aus renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands sowie zahlreiche Zeitschriften und Bücher präsentiert.

Die Ausstellung ist in neun thematische Einheiten gegliedert: Paris – Prag / Zufällige Begegnungen / Das Porträt / Spiel und Aktion / Fotografische Experimente / Weiblicher Körper – männlicher Blick / Der fragmentierte Körper / Das geheime Leben der Dinge / Traum und Vision. Diese nach Themen geordnete Präsentation gibt einen umfangreichen Einblick in die spezifische Ästhetik surrealistischer Fotografie, die sowohl technische wie inhaltliche Fragestellungen beinhaltet. In spannungsreichen Gegenüberstellungen von Werken französischer und tschechischer Fotografen werden Einflüsse wie auch spezifische Unterschiede offensichtlich und die Vitalität und Innovation beider surrealistischer Bewegungen dokumentiert.

Die surrealistische Fotografie in Paris und Prag

Das Medium nahm innerhalb der surrealistischen Bewegung in beiden Städten einen wichtigen Stellenwert ein. Viele Maler und Bildhauer (u. a. René Magritte und Hans Bellmer; Jindrich Štyrský und Karel Teige) entdeckten die Fotografie für ihre künstlerische Arbeit und beschäftigten sich eingehend mit dem damals „neuen“ Medium. Sie waren die ersten, die das Medium zur Erkundung des Geheimnisvollen und Magisch-Rätselhaften im Alltäglichen sichtbar zu machen. Mit Hilfe von neuen fotografischen Techniken, wie Solarisation, Rayografie, Mehrfachbelichtung und Brûlage stellten sie Vetrautes fremd und überraschend neu dar. Eine medienspezifische theoretische Diskussion fand jedoch nicht statt. Nicht zuletzt mag der Grund dafür in der bewusst von den Surrealisten geforderten Aufhebung der bis dahin praktizierten Trennung der künstlerischen Gattungen zu finden sein.

„Wann wird man endlich damit aufhören, alle beachtenswerten Bücher mit Zeichnungen zu illustrieren und sie stattdessen nur noch mit Fotografien ausstatten“, forderte André Breton, der Initiator der surrealistischen, in ihren Ursprüngen literarisch bestimmten Bewegung in Paris. In der Tat spielte das damals relativ junge Medium, wie in keiner anderen künstlerischen Strömung zuvor, eine herausragende Rolle. Bereits in den frühen 1920er Jahren wurden fotografische Bilder in Büchern André Bretons, Jindrich Štyrskýs und Jindrich Heisslers ( Nadja; L'Amour fou; Emilie kommt im Traum zu mir; Aus den Kasematten des Schlafs ) abgebildet. Auch in den programmatischen Zeitschriften in Paris und Prag, wie zum Beispiel La Révolution surréaliste (1924-29), Documents (1929-30) oder Minotaure (1933-39) und der tschechischen Zeitschrift ReD (Revue Devetsil, 1927-1931) räumte man der Fotografie als neuem Gestaltungsmittel viel Platz ein. Text und Fotografie wurden auf ungewöhnliche Weise so miteinander kombiniert, dass sie bewusst in keinem kausalen Zusammenhang zueinander standen. Der Leser sollte verblüfft und irritiert werden.

Der Einfluss Man Rays in Paris und Prag

Eine herausragende Stellung in Paris nahm Man Ray ein. Er schuf mit den von ihm entwickelten Mitteln der inszenierten Fotografie sowie der Rayografie und der Solarisation Aufsehen erregende Bilder und leistete einen entscheidenden Beitrag für die Entwicklung und Anerkennung der surrealistischen Fotografie.

Bereits 1922 brachte der tschechische Künstler Karel Teige in seinem bahnbrechenden Aufsatz „Foto Kino Film“ seine hohe Wertschätzung für Man Ray zum Ausdruck und beeinflusste damit maßgeblich die Entwicklung der tschechischen Fotografie. Ein Jahr später fanden Man Rays Fotogramme in einer Ausstellung in Prag große Beachtung. Man Ray war ein Meister hocherotischer Inszenierungen des weiblichen Körpers. Auf ihn richtete sich im französischen wie im tschechischen Surrealismus, unter anderem in Fotomontagen von Karel Teige, František Vobecký und Jindrich Štyrský der begehrliche Blick. Die Darstellungen stellten beunruhigende Metaphern männlicher wie weiblicher sexueller Fantasien dar und wurden oftmals als provokant empfunden.

Der Besucher als Akteur

Der Ausstellungsbesucher wird im Kunstverein Ludwigshafen bereits beim Betreten der Ausstellungshalle auf die surrealistische Fotografie eingestimmt. Vor dem Eingang zur Halle steht eine überdimensionierte Rekonstruktion einer Balgenkamera durch deren dunkles Gehäuse hindurch der Besucher in die Ausstellung geleitet wird.

Ein beliebtes Spiel der Surrealisten war, sich gemeinsam vor unterschiedlichen Fotokulissen zu fotografieren. Im Foyer des Kunstvereins steht, in Anlehnung an eine surrealistische Postkarte, die Rekonstruktion einer Autokulisse, in der sich der Besucher mit der eigenen Kamera fotografieren lassen kann. Die originellsten Bilder dieser „Fahrt ins Ungewisse“ werden auf der Homepage veröffentlicht.


Öffentliche Führungen

So. 07.02. /14 Uhr Claudia Schmidt
Do. 11.02. /16 Uhr Barbara Auer
Fr. 12.02. /18 Uhr Barbara Auer
Fr. 12.02. /20 Uhr Sarah Debatin
Sa. 13.02./ 14 Uhr Torsten Kappenberg
Sa. 13.02./ 17 Uhr Sarah Debatin
Sa. 13.02./ 20 Uhr Sarah Debatin
Sa. 13.02./ 22 Uhr Sarah Debatin
So. 14.02. /14 Uhr Torsten Kappenberg
So. 14.02. / 17 Uhr Barbara Auer
So. 14.02. / 20 Uhr Barbara Auer
So. 14.02. / 22 Uhr Barbara Auer

 

 
         
 

Mit freundlicher Unterstützung

 
 

 

 

 

 
     
 
 
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