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Kunst Büro
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Kunst Halle
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Wir über uns
         
 

Dokumentarfotografie Förderpreise 08 der Wüstenrot Stiftung

Ausstellung mit Arbeiten von Tanja Jürgensen, Mathias Königschulte ,
Maziar Moradi und Kim Sperling

 
kunst halle a
 
kunst büro

 

08. September bis 28. Oktober 2012



 
kunst studio
 
Programm
 
Jahresgaben
 

 

 

Tanja Jürgensen
Centres of Excellence, 2010
C-Print, 63x84cm

 

 

Kataloge
 

Kunst Halle allgemein:
Im ersten Obergeschoß des Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Hauses befindet sich die 500 qm große Ausstellungshalle des Kunstvereins. Das 50er Jahre Gebäude in der Innenstadt hat nach dem Umbau einen ganz besonderen Charme. Durch das Öffnen der Zwischendecke ist das gewaltige und ursprünglich verdeckte Tonnengewölbe nun sichtbar. Die übersichtlich und klar strukturierte Halle mit Oberlichtfenster stellt einen äußerst attraktiven Ausstellungsraum dar.

© Marlis Jonas

 
 

Mathias Königschulte
Wedding, 2010
C-Print, 24x30cm

 



         
         
     

Maziar Moradi
Was wir sind, 2010
Pigmentprint, 62x93cm

 


 
         
     

 

 

Kim Sperling
Dokdo, 2010
C-Print/Diasec, 30x72cm

 
         
         
     

Seit 1994 vergibt die Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang Essen alle zwei Jahre einen Förderpreis an jeweils vier Dokumentarfotografen. Es ist das Anliegen der Stiftung, jungen Dokumentarfotografen die Möglichkeit zur Realisierung eines freien Projekts zu geben und dieses im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Preise sind mit jeweils 10.000 € dotiert. Die Förderpreisträger 08 sind Tanja Jürgensen, Mathias Königschulte , Maziar Moradi und Kim Sperling . Die Ausstellung zeigt die mit Hilfe der Dokumentarfotografie Förderpreise 08 der Wüstenrot Stiftung entstandenen Arbeiten sowie die Diplomarbeiten der Künstler.

In ihrer Serie Centres of Excellence begibt sich Tanja Jürgensen in das Leben von US-amerikanischen Ivy League Universitäten. Amerikanische Top Universitäten sind keine öffentlich zugänglichen Bildungseinrichtungen, vielmehr haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Eliten zu produzieren, denn der Schwerpunkt des Studiums liegt nicht nur in der fachlichen Ausbildung, sondern auch in der Eingliederung in ein System, das aus Netzwerken gesellschaftlicher Machtstrukturen besteht.

Mit dem Berliner Stadtteil Wedding beschäftigt sich Mathias Königschulte in seiner gleichnamigen Arbeit. Es ist nach dem Fall der Mauer nicht gelungen, ihn in das Konzept „Neue Mitte“ zu integrieren. Auch die historischen Bilder, die ihn als Arbeiterbezirk und Ort des Klassenkampfs zeigen, haben ihre Gültigkeit längst verloren. Im Wedding wohnen heute vor allem arbeitslose Deutsche und Migranten. Ihre Geschichten haben wenig gemeinsam; sie geben kein einheitliches Bild. Königschulte untersucht dort Teile der Gesellschaft, der zunehmend die Koordinaten fehlen, in denen der Alltag g ew öhnlich stattfindet, und für die die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen privatem und öffentlichem Raum oder Fremde und Heimat verschwimmen.

Das Leben iranischer Transsexueller dokumentiert Maziar Moradi in seinem Projekt Was wir sind . Im Iran sind Geschlechtsumwandlungen seit der, inzwischen 20 Jahre alten, Fatwa Ajatollah Chomeinis legal, werden sogar vom Staat gefördert. Seither hat der Iran nach Thailand die höchste Rate an Geschlechtsumwandlungen. Es ist das einzige Land der Welt, das Menschen nach einer solchen Geschlechtsumwandlung in der Geburtsurkunde eine neue Identität gibt. Moradi spürt in seiner Serie dem Schicksal der Betroffenen nach und zeigt wie sie im Alltag der iranischen Gesellschaft, die noch sehr feste Rollenvorstellungen der Geschlechter hat, mit ihrer neuen Identität Fuß fassen.

Mit dem Mythos der Insel Dokdo als östlichster Ort Koreas beschäftigt sich Kim Sperling in seiner gleichnamigen Serie. Dokdo gehört zu einer knapp 0,2 km² großen Inselgruppe rund 200 km vor der Ostküste Koreas. Die winzigen Inseln wären kaum weiter erwähnenswert, wenn nicht schon seit Jahrzehnten ein erbitterter Streit zwischen Japan und Korea um die Zugehörigkeit der Felsen herrschen würde. Während das Thema in der japanischen Bevölkerung nur ein Nischendasein führt, gibt es unter Koreanern kaum ein anderes Thema, welches so emotional und leidenschaftlich verfolgt wird. Für Koreaner ist Dokdo inzwischen ein zentrales Symbol der Stiftung nationaler Identität. Die Insel ist fast unb ew ohnt: Neben einem Fischer und dem Personal des dortigen Leuchtturms befindet sich eine 20 Mann starke Einheit der koreanischen Polizei dort, um die Interessen Koreas zu wahren.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (5€)

Jury der Dokumentarfotografie Förderpreise 08

Paul Cottin , Freier Kurator, Straßburg, Frankreich
Prof. Ute Eskildsen , Leiterin der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, Essen
Sibylle Fendt , Fotografin, Berlin
Dr. Hans-Günther Golinski, Direktor, Museum Bochum
Dr. Kristina Hasenpflug, Ressortleiterin, Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
         
 

 
 

 

 

 

 

 

 

 
     
 
 
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