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Kunst Büro
Dienstag bis Freitag 9.30 bis 12.30 Uhr
Mittwoch 9.30 bis 12.30 und 13.00 - 16.00 Uhr / Tel 0621/52 80 55

Kunst Halle
Di - Fr 12 bis 18 Uhr
Sa und So 11 bis 18 Uhr
Tel 0621 504 2012

   
 
   
       
 
Wir über uns
           
 

Zwischen Maßnahmen

Eine Video- Klanginstallation
von Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort

 
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10. November 2012 bis 6. Januar 2013

Unter youtube ist ein Filmbeitrag zur Ausstellung zu sehen.

Gemeinsames Künstlergespräch am 9.12. im Stadtmuseum (15 Uhr) im Rahmen der Ausstellung:
"Pas Beau? Neue Fotografien von Ludwigshafen"
Linda Bergmann, Iris Blunder, Simone Cihlar, Peter von Freyhold, Iris Schilhab, Jan Henkel, Marta Fromme, Carolin Wanitzek, Alexander Münch, Alessandro Tarantino
und anschließend im Kunstverein (16 Uhr) mit Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort.

Jeden Samstag um 14 Uhr findet eine Führung statt.

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Zwischen Maßnahmen
Videostills, 2012
© Dyffort und Driesch

 

 

 

Kunst Halle allgemein:
Im ersten Obergeschoß des Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Hauses befindet sich die 500 qm große Ausstellungshalle des Kunstvereins. Das 50er Jahre Gebäude in der Innenstadt hat nach dem Umbau einen ganz besonderen Charme. Durch das Öffnen der Zwischendecke ist das gewaltige und ursprünglich verdeckte Tonnengewölbe nun sichtbar. Die übersichtlich und klar strukturierte Halle mit Oberlichtfenster stellt einen äußerst attraktiven Ausstellungsraum dar.

© Marlis Jonas

 
 

 



         
         
     

 


 
         
     

 

 

 
         
         
     

Ausgangspunkt für das Ausstellungsprojekt » Zwischen Maßnahmen « von Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort ist die Stadt Ludwigshafen, deren heterogenes Stadtbild den beiden Künstlern sofort ins Auge fiel. Sie haben sich auf die Suche nach verschiedenen Orten in Ludwigshafen gemacht, diese fotografiert und deren Umgebungsgeräusche akustisch aufgezeichnet. Im Arbeitsprozess ist eine Sammlung von Bildern dieser Orte mit ihren spezifischen Umgebungsgeräuschen entstanden. Sie bildet das Ausgangsmaterial für eine Bild-Ton-Collage, die visuell und auditiv als eine begehbare Raum-Installation in die Ausstellungshalle des Kunstvereins Ludwigshafen eingefügt und darüber erlebbar wird.

Die Auswahl der Orte in Ludwigshafen
Ausgehend von der Prägung eines Ortes, den Umgebungsgeräuschen, seiner spezifischen Akustik, Architektur, Geschichte und städtischen Einbindung wählten die beiden Künstler verschiedene Plätze, Gebäude, Parks und Straßen in Ludwigshafen aus. Beispielsweise ist der älteste Stadtteil von Ludwigshafen »Der Hemshof« geprägt durch die dort lebenden verschiedenen ausländischen Kulturen, hörbar auch in den Einkaufsmärkten und auf der Straße. Ganz anders wirken die Läden in der Rheingalerie, das akustische Geschehen in der nach außen hin abgeschlossenen Architektur und der im Hintergrund zu hörenden Muzak (Kaufhausmusik). Wiederum ganz anders erscheint das Gebiet zwischen der alten und der neuen Brücke. Es grenzt an die Hochstraße an, die durch ihre Ringe und Tangenten an ihr US-amerikanisches Vorbild erinnert und unter denen man in besonderer Weise akustisch dem Verkehr folgen kann. Aus einer anderen Welt erscheint einem der Stadtpark Ludwigshafen auf der »Parkinsel«; wie in einer grünen Oase lauscht man den Vogelstimmen oder folgt den vorbei »tuckernden« Lastschiffen.

Video-Klanginstallation
Diese akustischen sowie visuellen Abbilder werden als Video-Klanginstallation in die Ausstellungshalle installiert. Eine Abfolge von in den Raum projizierten Bildern zeigt verschiedene Orte in Ludwigshafen mit ihren spezifischen Umgebungsgeräuschen (Bild-Ton-Collage). Sie werden so in den Ausstellungsraum eingespielt, dass sie einen akustischen Raum aufspannen, indem sich die Besucher unmittelbar im Klanggeschehen des entsprechenden Ortes befinden, beispielsweise inmitten von Vogelgezwitscher, Windgeräuschen und den lauten und leisen Schritten der Besucher im Ebertpark.

Neben diesen visuellen sowie akustischen Abbildern ist auch der konkrete Ort – der Ausstellungsraum mit den Besuchern – ein wichtiges gestalterisches Mittel der Installation. Das Ausblenden von Bild und Ton lässt dann die Besucher scheinbar wieder am konkreten Ort in der Ausstellungshalle des Kunstvereins ankommen, mit ihrer spezifischen Architektur und ihrer Akustik, den sirrenden Lampen und der brummenden Klimaanlage. Dadurch entsteht eine akustische und visuelle Sensibilisierung für den umgebenen Raum, indem die Konzentration, die vorher auf dem Sehen und Hören der Bilder und Töne lag, jetzt unvermittelt auf die Akustik und das Geschehen in der Ausstellungshalle gelenkt wird.

Ein weiteres Gestaltungsmittel ist die Synchronisation zwischen Bild und Ton. Die zeitliche Verschiebung, Überlagerung oder Vermischung der spezifischen Umgebungsgeräusche des abgebildeten Ortes erzeugt eine Irritation. Für einen Zuhörer / Betrachter kann diese Irritation zu Anfang vielleicht kaum zu merken sein, wird aber mit der Zeit die Frage aufwerfen, ob das Gesehene mit den Umgebungsgeräuschen zusammenpasst oder um welchen Ort in Ludwigshafen es sich handelt. Damit wird das Hören und Sehen zur Selbstbefragung, zu einem Wechselspiel zwischen der Frage der Realität und der eigenen sensorischen

Zu den Künstlern:

Roswitha von den Driesch (Jg.1964): 1983-85 Architekturstudium an der FH Mainz; 1985-88 Ausbildung als Grafikerin am Lette-Verein Berlin;1992-98 Studium Freie Kunst/Bildhauerei, Kunsthochschule Berlin-Weißensee, bei Prof. Inge Mahn; 1998-99 Meisterschülerin bei Prof. Inge Mahn.

Jens-Uwe Dyffort (Jg. 1967 ): 1990-95 Kompositionsstudium an der Universität der Künste (UdK) Berlin bei Prof. Franz Martin Olbrisch; 1995-98 Meisterschüler an der UdK Berlin bei Prof. Walter Zimmermann; 1999 Teilnahme an der Academie d'Eté am IRCAM Paris

Seit 1996 arbeiten Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort zusammen.

Zahlreiche Preise und Stipendien: u.a. 2012 Stipendium Villa Aurora, Los Angeles; 2011 Stiftung Rheinland-Pfalz, Künstlerhaus Edenkoben; 2006 Deutscher Klangkunstpreis Skulpturenmuseum Glaskasten Marl; 2005 Stipendium Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems.

Öffnungszeiten an den Feiertagen:
Am 24. / 31.12. 2012 und am 01.01.2013 ist die Ausstellung geschlossen.
Am 25. und 26.12. 2012 ist die Ausstellung vom 11-18 Uhr geöffnet.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Sparkasse Vorderpfalz
Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur
GAG Ludwigshafen am Rhein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   
         
 

 
 

 

 

 

 

 

 

 
     
 
 
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