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park Heike Weber

17. Mai bis 06. Juli 2014

Unter youtube ist ein Filmbeitrag zur Ausstellung zu sehen.

 


© Marlis Jonas

 

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Finissage:

Am Sonntag, den 6. Juli um 17 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Heike Weber statt.

Moderation: Barbara Auer

 

Programm
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Kunst Halle allgemein:
Im ersten Obergeschoß des Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Hauses befindet sich die 500 qm große Ausstellungshalle des Kunstvereins. Das 50er Jahre Gebäude in der Innenstadt hat nach dem Umbau einen ganz besonderen Charme. Durch das Öffnen der Zwischendecke ist das gewaltige und ursprünglich verdeckte Tonnengewölbe nun sichtbar. Die übersichtlich und klar strukturierte Halle mit Oberlichtfenster stellt einen äußerst attraktiven Ausstellungsraum dar.

 


Heike Weber

Installations-ansichten
© VG-Bild-Kunst Bonn, 2014

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

rierung#1, 2013
©Jan Schmidt

 



       
       
     

©JanSchmidt

 

 

 


       
     

 

 

       
       
     

Heike Weber setzt sich in ihrer Arbeit auf vielschichtige Weise mit dem Phänomen der Wahrnehmung auseinander. Ihre Installationen bewegen sich im Grenzbereich zwischen Malerei, Zeichnung und Skulptur. Mit reduzierten Mitteln der Zeichnung, der Linie, schafft sie faszinierende raumgreifende Installationen, die sie bevorzugt mit Baumarktprodukten fertigt: aus Teppichböden werden Interferenzmuster oder sich überlagernde Ringe geschnitten, flirrende Linienstrukturen oder Felder aus farbigen Klebepunkten breiten sich in einem „allover“ über Boden und Wände aus. Es sind zeichnerische Prozesse, die sich expansiv in den Räumen ausdehnen und diese verändern. Boden und Decke gehen ineinander über, die Orientierung im Raum folgt nicht mehr zentralperspektivischen Gesetzen, die Statik gerät ins Wanken. Die Wahrnehmung eines Raumes wird für den Betrachter zu einer unmittelbaren physischen Erfahrung.

Für jede Ausstellung entwickelt die Künstlerin ein raumbezogenes Konzept. In der Ausstellung "park" zeigt Heike Weber in der 500 qm großen Ausstellungshalle des Kunstvereins Ludwigshafen acht Silikonzeichnungen aus der Werkgruppe "kilim". Mit dieser Ausstellung schließt die Künstlerin die 2006 begonnene Werkgruppe ab und zeigt zum ersten Mal in einem „Finale“, fast alle bisher entstandenen Kilimzeichnungen als große Bodeninstallation.

Die Idee der Kilimzeichnung entstand durch das Transfer-Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen (2006), das zu einem mehrmonatigen Aufenthalt der Künstlerin in die Türkei führte. Angeregt von der Vielfalt der Ornamente auf Orientteppichen nahm die Künstlerin diese zum Anlass, um daraus große raumfüllende und ortsbezogene Zeichnungen zu entwickeln. Während die Künstlerin formale Elemente des türkischen „kilims“ wie z. B. Rosette, Bordüre oder die symmetrische Anordnung einfließen lässt und mit der orientalischen Ornamentik spielt, entlädt sie diese gleichzeitig bewußt ihrer Symbolik, indem sie eigene gestisch entstehende Lineaturen setzt. Heike Weber benutzt weißes Bädersilikon, das sie direkt aus der Kartusche spritzt und in einer einzigen Linie äußerst filigrane, zerbrechlich wirkende Lineaturen zeichnet. Die Teppiche sind ihrer ursprünglichen Funktion beraubt, sie sind nicht betretbar, bestehen mehr aus Freiflächen als dass die Lineatur den Boden bedeckt. Deutlich heben sich die strahlend weißen Fäden des Silikons vom schwarzem Steinboden der Ausstellungshalle ab; die ursprünglich billige Massenware Silikon wird durch die virtuose Zeichnung reich verschlungener ornamentaler und floraler Muster erhöht.

Acht "kilims" in verschiedenster Größe - von kleinen Läufern bis zu großflächigen Teppichen - werden mit entsprechenden Abständen zueinander so in der Halle arrangiert, dass sich daraus ein Wegesystem ergibt, über das der Besucher die einzelnen Teppiche umrunden und sich im Labyrinth unzähliger Verschlingungen und üppiger Muster versenken kann. Indem der Besucher sich durch die Ausstellungshalle bewegt, erlebt er die temporäre Veränderung des Raumes als eine parkähnliche Landschaft.

Jeden Samstag findet um 14 Uhr eine Führung statt, der Eintritt ist samstags frei.

Mit freundlicher Unterstützung von:





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
       
 

 

 

 

 

 

 

 

   
 
 
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