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Kunst Büro
Dienstag bis Freitag 9.30 bis 12.30 Uhr
Mittwoch 9.30 bis 12.30 und 13.00 - 16.00 Uhr / Tel 0621/52 80 55

Kunst Halle
Di - Fr 12 bis 18 Uhr
Sa und So 11 bis 18 Uhr
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Wir über uns
         
 

Dokumentarfotografie Förderpreise 09
der Wüstenrot Stiftung

Ausstellung mit Arbeiten von Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und Christine Steiner


 


© Marlis Jonas

 

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20. September bis 14. Dezember 2014

Programm
Jahresgaben
Kataloge

Kunst Halle allgemein:
Im ersten Obergeschoß des Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Hauses befindet sich die 500 qm große Ausstellungshalle des Kunstvereins. Das 50er Jahre Gebäude in der Innenstadt hat nach dem Umbau einen ganz besonderen Charme. Durch das Öffnen der Zwischendecke ist das gewaltige und ursprünglich verdeckte Tonnengewölbe nun sichtbar. Die übersichtlich und klar strukturierte Halle mit Oberlichtfenster stellt einen äußerst attraktiven Ausstellungsraum dar.

 

Till Müllenmeister

Menschen in Krisen, 2013
Inkjet-Prits, Diaprojektion

 

 

 

 

 

 

 
 

Paula Markert

Das Geld der Anderen, 2013
Digitale C-Prints und gesprochene Texte / mp3-Player

rierung#1, 2013
©Jan Schmidt

 



       
       
     

Marcel Noack

na wšón gwałt, 2013
Wandarbeit:
C-Prints
Installation im Raum:
vier Archivboxen / Inkjet-Prints

©JanSchmidt

 

 

 


       
     

 

 

Dokumentarfotografie Förderpreise 09
der Wüstenrot Stiftung
Paula Markert
Till Müllenmeister
Marcel Noack
Christine Steiner

Christine Steiner

Mehr als ein Arbeitsplatz, 2013
Digitale C-Prints

       
       
     

Vor dem Hintergrund einer weit verbreiteten ironisch-künstlerischen Praxis der Postmoderne heben sich die Arbeiten von Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und Christine Steiner durch ihre Auseinandersetzung mit „lebenswirklichen“ Themen ab. Alle vier Positionen versuchen dabei die Wirklichkeit hinter den Bildern in ihrer Wandelbarkeit und Deutbarkeit erfahrbar zu machen. Für dieses Ziel wählten die Preisträgerinnen und Preisträger der Dokumentarfotografie Förderpreise 09 ganz unterschiedliche Sujets und Präsentationsformen. Dem klassischen Wandbild verpflichtet ist die Arbeit von Christine Steiner, die sich mit non-territorialen Arbeitsplatzmodellen der modernen Dienstleistungsbranche beschäftigt. Die Präsentation als Wandbild erweitert Paula Markert in ihrer Portraitserie von Protagonisten aus der Finanzwelt um eine Audioinstallation, die die Portraitierten selbst zu Wort kommen lässt. Till Müllenmeister wiederum kombiniert seine in mehrteiligen Tableaus gefassten Serien über prekäre Lebensverhältnisse in Kenia mit einer großformatigen Diaprojektion von Portraits. Und Marcel Noack, der die durch Braunkohle-Tagebau bedrohte sorbische Landschaft dokumentiert, zeigt die bereits verschwundenen Orte und Naturräume in zu Triptychen angeordneten Wandbildern in Verbindung mit einer Installation aus Landkarte und Archivkästen. Die Dokumentarfotografie Förderpreise werden alle zwei Jahre von der Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang, Essen, ausgeschrieben. Die Preise sind mit jeweils 10.000 EUR dotiert und ermöglichen die Realisierung eines neuen Projekts. Nach Ablauf eines Projektjahres wird aus den Arbeitsergebnissen eine Wanderausstellung mit Begleitkatalog konzipiert. Ausstellung, Katalog und Tournee sind Teil des Förderpreises und werden in vollem Umfang von der Wüstenrot Stiftung getragen.

Paula Markert
1982 // geboren in Hamburg, lebt in Hamburg
Das Geld der Anderen, 2013
Digitale C-Prints und gesprochene Texte / mp3-Player

Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 sind Banker weltweit immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Je mehr die Akteure der Finanzwelt kritisch beäugt werden, desto weniger Berührungspunkte scheinen sie jedoch mit der Mehrheit der Bevölkerung zu haben. Doch aus welcher sozialen Situation kommen die Menschen, die sich in der kühlen Szenerie der internationalen Kapitalmärkte sicher bewegen? Welche Macht besitzen sie aufgrund ihrer beruflichen Position? Haben sie alle etwas gemeinsam? Verbindet sie tatsächlich das Klischee vom gefühlskalten, von Gier nach Rendite getriebenen Bankers? In den Finanzmetropolen Paris, Frankfurt, New York und London hat Paula Markert nach einer Antwort gesucht.

 

Till Müllenmeister
1981 // geboren in Köln, lebt in Köln und Nairobi (Kenia)
Menschen in Krisen, 2013
Inkjet-Prits, Diaprojektion

Lebensumstände und Gefühle von Menschen anderer Kulturen erscheinen uns nicht nur fremd, sondern oft »befremdlich«. Auf Schicksalsschläge und existenzielle Krisen reagieren Menschen sehr unterschiedlich. Oft sind es einfache Wünsche und Träume, die die Menschen aufrecht halten. Nur durch das Erkennen von Verhaltensmustern und Emotionen werden die Personen uns als Betrachter vertraut.

 

Marcel Noack
1980 // geboren in Bad Muskau, lebt in Leipzig
na wšón gwałt, 2013
Wandarbeit: C-Prints
Installation im Raum: vier Archivboxen / Inkjet-Prints

Braunkohle wird in der Lausitz bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts und wird auch heute noch abgebaut. Im Jahr 2012 entschied die deutsche Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie. Dadurch wird der Braunkohleabbau vor allem für die Energieunternehmen wieder interessanter und wichtiger. Wie bereits zu DDR -Zeiten müssen in der Lausitz vorrangig sorbisch geprägte Siedlungsgebiete neuen expandierenden Tagebauen weichen. Ursprüngliche Natur, Orte und Wege werden dabei ausgelöscht. Das kulturelle Gedächtnis von Ortschaften und das der sorbischen Sprache innewohnende identitätsstiftende Moment gehen weiter verloren. Meine Arbeit » na wšón gwałt « (Auf Teufel komm raus) beobachtet diese Prozesse im Braunkohletagebaugebiet Nochten/Wochozy. Sie sichert die Wege und Spuren dieser unwiederbringlich verschwindenden Natur- und Kulturlandschaft und archiviert sie.

 

Christine Steiner
1978 // geboren in Bonn, lebt in Dortmund
Mehr als ein Arbeitsplatz, 2013
Digitale C-Prints

Als Ort, der »keine besondere Identität« und » keine besondere Relation« schafft, sondern » Einsamkeit und Ähnlichkeit«, beschreibt Marc Augé den Nicht-Ort, den die Übermoderne hervorbringt. Flughäfen, U-Bahnen und Einkaufszentren zählen zu diesen peripher erbauten, transitorisch genutzten und modular eingerichteten Raumstrukturen, die paradigmatisch für die Gegenwart sind. Bürogebäude könnte man ebenfalls zu dieser Kategorie zählen. Sie weisen, ganz egal wo auf der Welt sie stehen, eine hohe visuelle Ähnlichkeit auf und in ihren räumlichen Konfigurationen lässt sich die Verschiebung vom » anthropologischen Ort « hin zum » transitorischen Funktionsort « besonders gut beobachten. Die Zuweisung einer bestimmten » F unktionsstelle«, die Verortung innerhalb des Unternehmens als für die » alte Ordnung« typisches Organisationsprinzip, bot einen hohen Grad an Individualisierungsmöglichkeiten, schuf Identifikation und Daseinsberechtigung – das Büro als Ort im emphatischen Sinn. Heute, da die Arbeitswelt dem Optimierungszwang postmoderner Managementtheorien ausgesetzt ist, muss auch der Büroraum als »neues Produkt« entworfen werden. Eine ganze Branche hat sich auf die Entwicklung effizienter Bürolandschaften spezialisiert, designt maßgeschneiderte non-territoriale Raumlayouts zur Flächeneinsparung und kreiert das optimale Maß an » heimeliger« Atmosphäre, um den Verlust der festen Adresse zu kompensieren und Angestellte zu Höchstleistungen zu motivieren. In meiner Arbeit erkunde ich die temporären und konzeptionellen Übergänge, denen Büroräume unterworfen sind. Dabei bleibt die Frage nach dem spezifischen Ort unbeantwortet, wie es dem Wesen des Nicht-Ortes entspricht. Jede der Fotografien könnte an vielen möglichen Orten aufgenommen sein.

Jeden Samstag findet um 14 Uhr eine Führung statt, der Eintritt ist samstags frei.

Führungstermine:

20.09.2014 Torsten Kappenberg
27.09.2014 Julia Weber
04.10.2014 Torsten Kappenberg
11.10.2014 Julia Weber
18.10.2014 Julia Weber
25.10.2014 Torsten Kappenberg
01.11.2014 Julia Weber
08.11.2014 Torsten Kappenberg
15.11.2014 Julia Weber
22.11.2014 Torsten Kappenberg
29.11.2014 Julia Weber
06.12.2014 Torsten Kappenberg
13.12.2014 Julia Weber

Mit freundlicher Unterstützung von:





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
       
 

 

 

 

 

 

 

 

   
 
 
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