Rückschau

Mythos Kindheit

9. Oktober 2010 – 2. Januar 2011

Am Anfang sind alle Kind. Dieser Lebensabschnitt, der dem Erwachsenen später nur noch in wenigen Erinnerungen zugänglich ist, wird im Rückblick zum rätselhaften Ort seines Schicksals, zum Mythos. Die Sicht des Kindes auf die Welt ist für den Erwachsenen prinzipiell unzugänglich, aber wahrscheinlich gerade deshalb so faszinierend. Kindheit wird von jedem Menschen individuell erlebt und erinnert, es existiert keine universell gültige Definition. Kindheit wird vorwiegend durch soziale und kulturelle Faktoren bestimmt und von jedem Menschen individuell erlebt und erinnert. Dies ist mit ein Grund, warum sich unter dem Begriff Kindheit vielfältige, zum Teil gegensätzliche Assoziationen versammeln, wie zum Beispiel: Unschuld, Reinheit und Paradies, aber auch Angst, Hilflosigkeit und Versagen. Das Motiv des Kindes und der Kindheit als mythischer und utopischer Ort dient in der Kunst als Feld der Selbstvergewisserung.

REGIONALE 2010

in Kooperation mit dem Wilhelm-Hack-Museum
31. Juli – 19. September 2010

Mit vielfältigen Kooperationen des Kunstvereins Ludwigshafen bei Ausstellungsprojekten wie etwa die große Surrealismus-Schau zusammen mit dem Wilhelm-Hack-Museum, Projekten mit dem Mannheimer und Heidelberger Kunstverein in den vergangenen Jahren haben die Institutionen durch ihren Zusammenschluss das kulturelle Leben in der Metropolregion sehr bereichert.

Das neue Großprojekt REGIONALE initiiert nun erneut einen Brückenschlag in der Region Rhein-Neckar. Im Zweijahresrhythmus findet die jurierte Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum und Kunstverein Ludwigshafen und in der Kunsthalle Mannheim gemeinsam mit dem Kunstverein Mannheim statt. Künstlerinnen und Künstler aller Altersgruppen mit Bezug zur Metropolregion, Karlsruhe, Kaiserslautern, Heidelberg und Mainz konnten sich mit ihren Arbeiten zur ersten REGIONALE 2010 bewerben. Aus 501 Einsendungen hat die Jury 61 künstlerische Positionen ausgewählt, die vom 31. Juli bis 19. September 2010 im Kunstverein Ludwigshafen und WHM präsentiert werden.

Dokumentarfotografie 2007/2008

Förderpreise der Wüstenrot Stiftung
8. Mai bis 4. Juli 2010

Seit 1994 vergibt die Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang Essen alle zwei Jahre einen Förderpreis an jeweils vier Dokumentarfotografen. Es ist das Anliegen der Stiftung, jungen Dokumentarfotografen die Möglichkeit zur Realisierung eines freien Projekts zu geben und dieses im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Simone Demandt

turn round
13. März - 25. April 2010

Die Fotografin Simone Demandt (*1959) ist seit vielen Jahren kontinuierlich mit herausragenden Arbeiten regional und überregional in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten. Parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit war sie u.a. als Lehrbeauftragte für Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim tätig und hat seit dem Wintersemester 2009 eine Professur für künstlerische Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste Saar, Saarbrücken.

Das fotografische Werk Simone Demandts teilt sich in drei große Werkgruppen: Das Porträt, der Innen- und Außenraum. Zahlreiche, ausschließlich in Serien angelegte fotografische Arbeiten zum Innenraum zeigen z. B. Turnhallen, Garagen oder beschäftigen sich mit universitären Orten der Forschung und Wissenschaft. Bei ihrer jüngst entstandenen Serie "Dunkle Labore" handelt es sich um Nachtaufnahmen wissenschaftlicher und industrieller Forschungslabore, die parallel zur Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen, im Arp Museum Bahnhof Rolandseck zum ersten Mal präsentiert werden.

Gegen jede Vernunft. Surrealismus Paris-Prag

14. November 2009 - 14. Februar 2010

Zur Fotografieausstellung im Kunstverein
Die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen widmet sich ausschließlich der surrealistischen Fotografie in Paris und Prag. Es werden über 180 Fotografien, überwiegend Vintage-Abzüge aus renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands sowie zahlreiche Zeitschriften und Bücher präsentiert.

Die Ausstellung ist in neun thematische Einheiten gegliedert: Paris – Prag / Zufällige Begegnungen / Das Porträt / Spiel und Aktion / Fotografische Experimente / Weiblicher Körper – männlicher Blick / Der fragmentierte Körper / Das geheime Leben der Dinge / Traum und Vision. Diese nach Themen geordnete Präsentation gibt einen umfangreichen Einblick in die spezifische Ästhetik surrealistischer Fotografie, die sowohl technische wie inhaltliche Fragestellungen beinhaltet. In spannungsreichen Gegenüberstellungen von Werken französischer und tschechischer Fotografen werden Einflüsse wie auch spezifische Unterschiede offensichtlich und die Vitalität und Innovation beider surrealistischer Bewegungen dokumentiert.

IMAGES RECALLED - BILDER AUF ABRUF

3 . Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg
5. September - 25. Oktober 2009

Zum dritten Mal richten die drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg in der Metropolregion Rhein-Neckar vom 5. September bis 25. Oktober 2009 das größte kuratierte deutsche Fotofestival aus. Das Festival steht in der direkten Nachfolge der traditionsreichen internationalen Hertener Fototage, die 2005 von der Ruhr an Rhein und Neckar umgezogen sind. Wie der Gebrauch der Fotografie im Journalismus und in der Kunst selbst, hat sich auch das Festival im Laufe der Jahre verändert. Der Fokus des Festivals liegt heute im Bereich der aktuellen Kunst und neuer Medien.

Vorgestellt werden rund 60 internationale KünstlerInnen und FotografInnen, die in 6 Museen, Kunstvereinen und Kunstorten ausstellen werden. IMAGES RECALLED präsentiert Arbeiten international bekannter KünstlerInnen wie Sean Snyder (USA), Peter Piller (D), Cao Fei (CN), Thomas Hirschhorn (CH), Julika Rudelius (D), Bernhard Prinz (D). Gleichermaßen werden zahlreiche junge Talente zu entdecken sein, u.a. Ann Shelton (NZ), Aurélien Froment (F), Margret Hoppe (D) und Yvonne Todd (NZ).

Saar Ferngas Junge Kunst 2008/2009

25. April - 28. Juni 2009

Bereits zum 12. Mal findet der Saar Ferngas Förderpreis Junge Kunst statt. Der Kunstverein Ludwigshafen zeigt nach Kaiserslautern, Saarbrücken und Luxemburg als vierte Station die bundesweit ausgeschriebene Ausstellung junger NachwuchskünstlerInnen. Dieses Mal haben es von 1.300 eingegangenen Bewerbungen 25 junge KünstlerInnen in die Endauswahl geschafft. Im Rahmen der Ausstellung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern hat aus den präsentierten Werken eine hochrangig besetzte achtköpfige Jury die drei Siegerpreise des Wettbewerbs 2008 ermittelt. Der Siegerpreis wurde auf 10.000 Euro erhöht und ging an die Performance und Body-Art Künstlerin Patrycja German, den 2. Preis erhielt die Videokünstlerin Anahita Razmi (8.000 Euro), der Maler Jens Braun wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet (5.000 Euro). Der Publikumspreis ging an Pablo Wendel.

Veronika Veit

Auf Augenhöhe
14. November 2008 – 11. Januar 2009

Über viele Jahre konzentrierte sich das bildhauerische Werk Veronika Veits (Jg. 1968) ausschließlich auf die einfachen Dinge des alltäglichen Lebens. Sie formte Dinge nach, die uns tagtäglich umgeben, verkleinerte und verfremdete diese unscheinbaren Gegenstände so, dass diese oftmals ein kurioses Eigenleben entwickelten. Der Mensch jedoch, der diese Dinge benutzt war immer abwesend. Bis vor zwei Jahren. Seit 2006 untersucht Veronika Veit mit einer neu begonnenen Werkgruppe den Aspekt der menschlichen Figur.

[keine] Angst

12. September – 2. November 2008

Der Kunstverein Ludwigshafen wird das Mannheimer Festival „Wunder der Prärie“, das dieses Jahr unter dem Motto „Angst“ steht, mit einer umfangreichen Ausstellung nationaler und internationaler Künstler begleiten.

Peter Granser

SIGNS
9. Mai bis 29. Juni 2008

In den vergangenen Jahren hat der junge Fotograf Peter Granser mit seinen Büchern „Sun City“ (2003) „Alzheimer“ (2005) und „Coney Island“ (2006) in der internationalen Fotografieszene große Beachtung gefunden. Peter Granser (Jg. 1971) widmet sich in seiner fotografischen Arbeit den Phänomenen der Freizeitkultur und setzt sich mit gesellschaftlichen Tabuthemen, wie Alter und Krankheit auseinander. Seine Kompositionen haben auf den ersten Blick einen sehr sachlich kühlen Charakter, der nicht zuletzt durch eine äußerst helle Tonalität der Bilder unterstrichen wird. Seine Motive sind immer pointiert, sein Blick mitunter nicht ohne Ironie.

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