Luis Bruder
the world digesting itself (drawing series 2/10) 2023
graphite on paper, 21 x 29,7 cm
Die Werkreihe konzentriert sich auf Texte und Thesen von Mark Fisher, insbesondere seinem Werk „The Slow Cancellation of the Future“. Nach Fisher ist die „kulturelle Zeit“ in sich zusammengebrochen und wir sind seit der Postmoderne in einem Kreislauf gefangen, in dem wir dieselben kulturellen Produkte in leicht veränderten Formen immer wieder erleben, wodurch das Entstehen von wirklich Neuem verhindert wird. Für die Serie von zehn Zeichnungen wurden Bilder aus Memes, Mode, Musik und Subkulturen gesammelt und rekombiniert. Bei der ersten Arbeiten findet man etwa Einflüsse aus einer Traumsequenz von Twin Peaks und der Kindershow Art Attack, während in der Zweiten Videospiele der 90er Jahre und der visuelle Trend von Liminal Spaces aufgegriffen wird.
the world digesting itself (drawing series 2/10) 2023
graphite on paper, 21 x 29,7 cm
Die Werkreihe konzentriert sich auf Texte und Thesen von Mark Fisher, insbesondere seinem Werk „The Slow Cancellation of the Future“. Nach Fisher ist die „kulturelle Zeit“ in sich zusammengebrochen und wir sind seit der Postmoderne in einem Kreislauf gefangen, in dem wir dieselben kulturellen Produkte in leicht veränderten Formen immer wieder erleben, wodurch das Entstehen von wirklich Neuem verhindert wird. Für die Serie von zehn Zeichnungen wurden Bilder aus Memes, Mode, Musik und Subkulturen gesammelt und rekombiniert. Bei der ersten Arbeiten findet man etwa Einflüsse aus einer Traumsequenz von Twin Peaks und der Kindershow Art Attack, während in der Zweiten Videospiele der 90er Jahre und der visuelle Trend von Liminal Spaces aufgegriffen wird.
the world digesting itself (drawing series 2/10) 2023
graphite on paper, 21 x 29,7 cm
Die Werkreihe konzentriert sich auf Texte und Thesen von Mark Fisher, insbesondere seinem Werk „The Slow Cancellation of the Future“. Nach Fisher ist die „kulturelle Zeit“ in sich zusammengebrochen und wir sind seit der Postmoderne in einem Kreislauf gefangen, in dem wir dieselben kulturellen Produkte in leicht veränderten Formen immer wieder erleben, wodurch das Entstehen von wirklich Neuem verhindert wird. Für die Serie von zehn Zeichnungen wurden Bilder aus Memes, Mode, Musik und Subkulturen gesammelt und rekombiniert. Bei der ersten Arbeiten findet man etwa Einflüsse aus einer Traumsequenz von Twin Peaks und der Kindershow Art Attack, während in der Zweiten Videospiele der 90er Jahre und der visuelle Trend von Liminal Spaces aufgegriffen wird.
Luis Bruder wurde 1994 in Tübingen geboren. Er beendete 2019 das Studium der Kunstgeschichte und Empirischen Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen mit Schwerpunkt auf Malerei und Bildtheorie, und nahm danach ein Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Mainz auf. Dort studierte er in der Klasse für Expanded Painting bei Shannon Bool, die er 2024 mit Diplom abschloss. Er arbeitet hauptsächlich mit appropriiertem Material und ideologisch aufgeladenen Bildgegenständen.
Ein zentraler Aspekt von Luis Bruders Arbeit ist die Auseinandersetzung mit einer umfangreichen Sammlung gefundener Bilder. Dabei sucht er nach Symbolen, Farbflächen und medienästhetischen Phänomenen, oft im Spannungsfeld von Konsumkultur, Simulakren oder Eindrücken aus einer glatten, reflektierenden und teils digitalen Welt. Er nutzt Zeichnung, Fotografie, Collage und digitale Software als Zwischenschritte, er appropriiert Material, manipuliert und verknüpft es. Dies geschieht in einem assoziativen Prozess, der auch dem Zufall Raum gibt. Ziel ist es, greifbare, aber verfremdete Ergebnisse zu schaffen, die durch verschiedene Medien entstehen und häufig zweidimensionale Formate und die Malerei als Medium thematisieren. Er interessiert sich für die Wahrnehmung und die Eigenschaften von Bildern – ihre Reproduzierbarkeit, Zirkulation und Gleichzeitigkeit – und welchen Einfluss sie auf unsere Wahrnehmung, unser Denken und damit auch auf die Konstitution von Ideologien haben.